H a l l o . . . .
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Hallo, ich bin Hacks, der Kater. Mein Revier ist ein ganz Außergewöhnliches – ein altes
Bauern-hausmuseum, in dem schon seit vielen Jahren niemand mehr wohnt, außer natürlich
Mäusen, die ich gerne jage. Ungestört kann ich durch das große Haus streunen, niemand
stört mich und ich kann alles ganz genau untersuchen und betrachten. Manches erstaunt
mich sehr, schließlich wohne ich eigentlich mit meiner Menschenfamilie in einem neuen
Haus in der Nachbarschaft – und so weiß ich genau, wie die Menschen heute in einem modernen
Haus leben.
Ich will euch schildern, was mir Besonderes im alten Bauernhaus aufgefallen ist.
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K ü c h e u n d B a d

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Gerne halte ich mich in der Küche auf. Elektroherd, Kühlschrank und Geschirrspüler gibt es dort
nicht. Warmes Wasser aus dem Wasserhahn? Pustekuchen! Dafür ist an den Wänden eine Menge Ruß
zu sehen. Ich habe mir schon oft überlegt, wie der dort wohl hinkam. Ihr müsst mal kommen.
Vielleicht findet ihr eine Lösung.
Und zum Thema Wasser und Baden hat mir mein Ururgroßvater, der weise Kater Helm, eine kleine Geschichte
erzählt:
Ab und zu gab es einen Badetag im Bauernhaus. Allerdings hatten die Bewohner kein Bad und somit
natürlich auch keine Badewanne. So musste der Vater der Familie ins Dorf gehen und sich für eine
Mark eine Wanne ausleihen. Die stellte er dann in den Viehstall. Wasser war auch knapp. Es gab ja
noch keine Wasserleitung. Immer wieder musste der Vater mit Eimern vom Pumpbrunnen Wasser holen,
bis ausreichend Wasser in der Wanne war. Und, stellt euch vor, einer nach dem anderen aus der Familie
badete - im selben Wasser! Ab und zu bekam mein Ururgroßvater Helm eine Ladung Wasser ab. Er spritzte
zur Seite und die Wasserpanscher wurden geschimpft.
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K i n d e r z i m m e r
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Lange bin ich im Bauernhaus umhergeschlendert, immer auf der Suche nach einem Kinderzimmer, wie
ich es von meiner Familie kenne - mit Platz für Legosteine, Eisenbahn, Puppen und was euer
Herz begehrt. Ein solches Zimmer habe ich nicht gefunden, dafür einen schmalen Raum mit Platz
gerade mal für zwei hintereinander stehende Betten und einen Schrank. Elektrisches Licht hatten
die Bewohner schon. Richtig hell wurde es mit dem Licht jedoch nicht, und da Strom teuer war,
musste man sparsam damit umgehen. Ob ihr den Lichtschalter findet, wenn ihr euch diesen Raum
anschaut? Meint ihr, dass sich die Kinder früher oft in diesem Raum aufgehalten haben?
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S t a l l i m H a u s

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Als ich zum ersten Mal im Bauernhausmuseum nach Mäusen jagte, war ich ganz verwundert. Ich zwängte
mich durch eine schmale Ritze und fand mich auf einmal in einem großen Stall wieder, gleich im
Erdgeschoss! Bei mir zu Hause ist im Erdgeschoss eine große Diele. Da werden Mäntel aufgehängt und
Schuhe abgestellt. Aber in meinem Revier sind im Erdgeschoss Ställe! Das musste ich genauer untersuchen.
Meine äußerst empfindliche Nase sagte mir, dass hier Kühe und Pferde gelebt hatten. Ich musste gleich
meinen Ururgroßvater fragen. Der erzählte mir, dass früher im Viehstall vier Kühe, im Pferdestall zwei
Pferde, im Schafstall über 40 Schafe, im Gänsestall vier Gänse und im Hühnerstall vier Hennen lebten.
Ob ihr das Plätzchen für das neu geborene Kälblein entdeckt?
In den Ställen war es bestimmt ordentlich laut und gerochen hat es auch mächtig. Über dem großen
Kuhstall befanden sich gleich das Wohn- und das Schlafzimmer. Das fand ich ungewöhnlich. Doch Helm,
mein Ururgroßvater meinte, dass diese vielen Tiere auch Wärme erzeugt haben – eine Zentralheizung wie
bei mir zu Hause gab es noch nicht. So hatten es die Bewohner warm. Außerdem hörten sie sofort,
wenn ein Fremder das Haus betreten hatte, und vor allem, wenn es dem Vieh nicht gut ging, konnte der
Bauer gleich nachsehen – die Tiere machten sich nämlich durch lautes Rufen bemerkbar.
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G a r t e n

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Der alte Bauerngarten ist mein geheimer Treffpunkt mit meiner lieben Freundin Charlie. An den
Wegen entlang sind kleine Buchsbäume gepflanzt – da kann man herrlich Verstecken spielen. Die
Wege grenzen viele Beete ein, die unterschiedlichst bepflanzt sind. Ihr könnt euch nicht vorstellen,
wie das in der Sonne duftet! Mal schnuppern Charlie und ich an Kräutern, dann wieder an Gemüse oder an
Blumen. Vor lauter Düften müssen Charlie und ich immer wieder kräftig niesen. Ihr müsst euch das mal
genauer ansehen. Ob ihr all die Pflanzen kennt?
Im Garten habe ich dann ein merkwürdiges Gestell entdeckt. Mein Ururgroßvater erklärte mir, dass
dies ein Göpel sei. Ein oder zwei Zugtiere wurden in einer Vorrichtung eingespannt. Sie mussten immer
im Kreis herum laufen und trieben dadurch eine Maschine an. Die Maschine stand in der Scheune, die
direkt am Garten angrenzt. Als mir Helm erzählte, dass auch Getreide in der Scheune gedroschen wurde,
war für mich klar: Da muss ich hin. Vielleicht gab es dort ja noch Reste von Getreidekörnern. Und ihr
wisst genau so gut wie ich, wie gerne Mäuse Getreide naschen. Also, auf zur Scheune!
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S c h e u n e
-- IE beachtet AJ in der ersten Zeile nicht -->
Eines Tages schlich ich mich in die große, alte Scheune, die gleich ans Haus anschließt. Ich war
ziemlich aufgeregt, weil vor mir ein hoher Bau aufragte und ich nicht wusste, was mich erwartete.
Aber – und ihr müsst selbst einmal herkommen, dann könnt ihr mich verstehen – ich war äußerst verwundert!
Kein Getreide mehr, keine Körner, dafür aber die verschiedensten Maschinen, Geräte und Wagen. Ich konnte
wunderbar auf dem Gebälk und den Leitern klettern und meine Geschicklichkeit üben.
Besonders angetan hat es mir ein großer Bauernwagen. Auf ihm mache ich es mir immer wieder mal
gemütlich. Mit Hilfe unterschiedlicher Zusatzbauteile konnte der Bauer den Wagen verwandeln, je
nachdem, was er an Arbeiten zu erledigen hatte: zum Mistwagen, zum Güllefasswagen, zum Erntewagen
und er konnte ihn sogar mit Brettern zu einem Kastenwagen umbauen und dann Erde, Sand oder andere
Dinge befördern. Ganz schön clever, die Leute früher!
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A u s g e p r e s s t
-- IE beachtet AJ in der ersten Zeile nicht -->
Habt ihr schon gehört, was im Oktober vor der langen Winterpause bei uns los war?
Ich bin ja eigentlich ein scheues Tier, aber bei diesem Ereignis musste ich dabei sein. Ich suchte mir
ein Plätzchen weit oben in der Scheune und betrachtete das rege Treiben.
Viele Kinder mit ihren Mamas und Papas waren gekommen und pressten selbst süßen Apfelsaft aus. Eine
große Presse stand vor der Scheune bereit. Die Kinder füllten die reifen Äpfel in den Trichter und
dann hieß es kurbeln - so lange, bis der feine Saft in Eimer floss.
Die Kinder hatten am Ende ordentlich rote Köpfe. Es muss wohl ziemlich anstrengend sein, die Kurbel zu drehen.
Der Saft durfte natürlich getrunken werden. Oh, war der lecker! Ich kann es selbst bestätigen, weil ich Reste
aufge-schleckt habe.
Kommt doch und probiert das Saftpressen selbst einmal aus. Im nächsten Oktober ist es wieder soweit. Vielleicht
treffen wir uns ja!
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F i l m n a c h m i t t a g
-- IE beachtet AJ in der ersten Zeile nicht -->
Meistens geht es bei mir sehr ruhig und beschaulich zu. In aller Ruhe kann ich mich umschauen, Mäuse
jagen oder ein Mittagsschläfchen halten. Aber immer wieder wird meine Ruhe gestört.
Mitten im Juli, ich turnte gerade in der Scheune herum, quietschte das Scheunentor, Licht fiel herein
und ein paar Männer begannen, eine Leinwand und ein Filmvorführgerät aufzubauen. Viele Sitzbänke
schleppten sie heran. Da wurde ich natürlich neugierig und begab mich auf meinen Beobachtungsposten.
Ich musste nicht lange warten, und schon strömten erwartungsvolle Kinder in die Scheune und setzten
sich auf die Bänke. Ich machte es mir auch gemütlich und schaute zusammen mit den Kindern den
Film "Lotta aus der Krachmacherstraße an". Lotta hat vielleicht lustige Ideen - und genauso fröhlich
ging es bei uns in der Scheune zu. Da war ein Lachen zu hören. Schade, dass der Film so schnell zu
Ende war.
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F a m i l i e n t a g
-- IE beachtet AJ in der ersten Zeile nicht -->
Sum, sum - schnell weg! Schon wieder hat mich eine Biene verfolgt. Ein bisschen habe ich vor Bienen
nämlich Angst. Wenn die mal zustechen, dann tut mir das ziemlich weh! Aber ich weiß, sie sind auch
sehr nützlich, und deshalb schleiche ich mich auch meistens davon, wenn ich wieder dieses Summen höre.
Im letzten Sommer haben einige Kinder zusammen mit Frau Mauch für Wildbienen sogar einen Unterschlupf
gebaut. Das sind kleine Holzklötzchen mit Bohrungen, in denen die Wildbienen ihre Kinder aufziehen
können. Jeder durfte seines mit nach Hause nehmen.
Ob viele junge Wildbienen aus den angebohrten Klötzchen schlüpfen werden?
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-- IE beachtet AJ in der ersten Zeile nicht -->
Ein kleines Bisschen habe ich euch nun von meinem Revier berichtet. Aber eigentlich gibt es noch viel
mehr zu sehen und zu entdecken.
Kommt doch einfach mal vorbei.Vielleicht habt ihr Glück und wir treffen
uns im Bauernhausmuseum!